Häufig gestellte Fragen zu Sicherungsringen

Ein Sicherungsring ist ein Befestigungselement, mit dem Komponenten oder Baugruppen auf einer Welle oder in einem Gehäuse/einer Bohrung befestigt werden. In Baugruppen, in denen keine Nut vorhanden ist, können kreisförmige Sicherungsringe zum Aufstecken installiert werden. Sicherungsringe werden in der Regel aus Kohlenstoffstahl, Edelstahl oder Berylliumkupfer hergestellt und können je nach der Art der Umgebung, in der sie eingesetzt werden, aus ästhetischen und Korrosionsschutzgründen unterschiedliche Oberflächen aufweisen.

Sicherungsringe können die gleiche Funktion erfüllen, nur wesentlich kostengünstiger. Eine einfache Nut genügt, um einen Sicherungsring aufzunehmen. Andere Befestigungselemente, wie Muttern, erfordern die Bearbeitung von Gewinden. Dies ist teurer und verbraucht unnötig zusätzliches Material. Sicherungsringe müssen nicht regelmäßig neu angezogen werden, wie dies bei Muttern und Schrauben der Fall ist. Sicherungsringe sind einfacher zu montieren als Verbindungselemente mit mehreren Komponenten. Die Montage kann manuell oder mit automatischen Montagewerkzeugen erfolgen, wodurch die Arbeitskosten gesenkt werden.

Rotor Clip stellt Sicherungsringe in Größen her, die Belastungen von weit über 118.000 kg standhalten können. Unsere Sicherungsringe werden in allen Bereichen eingesetzt, von sicherheitskritischen Kraftfahrzeuggetrieben und Bremsanlagen bis hin zu Haushalts- und Wellnessgeräten, Erdbewegungsmaschinen und medizinischen Miniaturgeräten. Die Sicherungsringe von Rotor Clip übertreffen die gemäß den Spezifikationen für jede Anwendung erforderliche Haltekraft.

Sicherungsringe werden je nach Anwendung und Ringserie mit verschiedenen Methoden montiert. Für unsere Sicherungsringe bieten wir eine kompletten Reihe an manuellen und pneumatischen Werkzeugen. Unser Konstruktionsteam unterstützt Sie gerne bei der Entwicklung maßgeschneiderter Ausrüstungen für spezielle Anwendungen oder für die Montage großer Stückzahlen.

Ein Standard-Sicherungsring ist immer kostengünstiger als die Konstruktion eines maßgeschneiderten Sicherungsrings. Ein Standardsicherungsring spart Zeit bei der Entwicklung, eliminiert potenzielle Produktionsprobleme und gewährleistet die rechtzeitige Lieferung des Produkts Ein technischer Vertriebsingenieur von Rotor Clip wird Ihnen gerne eine geeignete Standardalternative zu einem maßgeschneiderten Sicherungsring empfehlen. Sollte für eine bestimmte Anwendung ein spezieller Ring erforderlich sein, prüft unser Konstruktionsteam die vom Kunden gelieferte Blaupause und berät ihn über die Machbarkeit von Produktion, Preis und Lieferung. Da der Betrieb von Rotor Clip vollständig vertikal integriert ist, verfügen wir über unsere eigene Werkzeug- und Maschinenwerkstatt, wo wir alle unsere Werkzeuge selbst entwickeln, herstellen und reparieren.

Ein invertierter Sicherungsring wird dann verwendet, wenn die Spezifikationen vorsehen, dass eine andere Baugruppe durch das Gehäuse geführt werden muss. Prüfen Sie die Maße der Abstandsdurchmesser „L1“ und „L2“ auf den Online-Produktteileseiten oder im Rotorclip-Katalog. Daraus können Sie ersehen, ob die Ringösen diese Baugruppe behindern. Sollte dies der Fall sein, haben Sie die Möglichkeit, einen Ring des Typs HOI (HOusing Inverted) oder SHI (SHaft Inverted) für eine Wellenanwendung zu wählen. Diese Ringe weisen invertierte Ösen für ein besseres Abstandsmaß auf.

Wenn für Ihre Anwendung entweder ein axialer oder ein radialer Sicherungsring in Frage kommt, bestimmen Schultergröße, Axiallast und Drehzahl, welchen Typ Sie verwenden können. Prüfen Sie diese Spezifikationen sorgfältig, bevor Sie Ihre Wahl treffen. Beachten Sie dabei auch, dass Radialringe vergrößerte Schulterabmessungen für die Teilesicherung bieten und im Allgemeinen weniger kosten als Standard-Axialringe.

Wenn Sie sich für einen E-Ring entscheiden und später feststellen, dass dieser den von Ihrer Anwendung erzeugten Drehzahlen nicht standhält, können Sie sich fuer einen standardmäßigen, Heavy-Duty-RE-Ring (REinforced) entscheiden, der höheren Drehzahlen und Belastungen standhält. RE-Ringe passen in die gleichen Nuten wie E-Ringe und können leicht ausgetauscht werden, ohne dass die Anwendung neu entwickelt werden muss.

Auf den E-Ring-Spezifikationsseiten im Rotor Clip-Katalog sind zahlreiche Varianten aufgeführt. E-18, SE-18, YE-18 und ZE-18 sind beispielsweise keine Spezialteile, sondern einfach verschiedene Teile, die für dieselbe Wellengröße verwendet werden können. Sie eignen sich für Anwendungen mit unterschiedlichen Nutdurchmessern/Nuttiefen bei gleicher Wellengröße (3/16″). Außerdem bieten sie eine optionale Geometrie für eine bestimmte Wellengröße. Oftmals variieren die Außenabmessungen (OD), die Ringstärke und die Nutmaße für SE-, YE- und ZE-Teilenummern.

POL-Ringe (leichte Ausführung) sind dünner als die Standard-PO-Ringe. Die Ringe der Serien PO und POL sind mit unterschiedlichen Spezifikationen in derselben Größe erhältlich, ähnlich wie die Varianten der Serien E und RE. POL-Ringe unterscheiden sich in den Anforderungen an die Nutbreite, die Ringstärke und die Anforderungen an die Maximal- und Axiallast.

SHR-Ringe kommen dann zum Einsatz, wenn erhöhte Axiallasten und Drehzahlgrenzen erforderlich sind. Ein SHR-Ring (verstärkte Ausführung) ist die Hochleistungsversion eines SH-Rings mit einer erhöhten Stärke und einem größeren Mindest-/Maximalquerschnitt. Bei der Entscheidung, welcher Ring für Ihre Anwendung besser geeignet ist, ist zu beachten, dass ein SHR eine breitere Nut als ein SH benötigt.

Einige Sicherungsringe sind im Katalog zweimal aufgeführt. Zum Beispiel HO-156. Das bedeutet, dass derselbe Ring in zwei verschiedenen Anwendungen mit unterschiedlichen Gehäuse-/Wellen- und Nutgrößen eingesetzt werden kann. Online werden diese Teile mit einer optionalen Bohrungs- oder Wellenbezeichnung in der Teileliste vermerkt.

Freier Durchmesser, Axialringe: Dieses Maß kann nur an Ringen genau gemessen werden, die noch nie montiert wurden. Die Messung des freien Durchmessers an einem HO-Ring, bei dem die Ösen zusammengedrückt wurden (oder an einem SH-Ring, bei dem sie erweitert wurden), ergibt einen falschen Wert. Freier Durchmesser, axial invertierte Ringe: Die Standardmethode zur Messung des freien Durchmessers eines axialen Rings gilt nicht für einen HOI- und SHI-Sicherungsring, da die Ösen die Messung des freien Durchmessers beeinflussen. Die korrekte Methode finden Sie auf den HOI- und SHI-Spezifikationsseiten im Rotor Clip-Katalog beschrieben. Diagramm eines Sicherungsrings Freier Durchmesser, Radialringe (d.h. Ringe der Serien E/C/RE/DE/DC): Diese Messung darf bei einem E-Ring nicht mit einem Messschieber vorgenommen werden. Stattdessen sollte ein Messstift verwendet werden, der die Zinken des Rings an drei Punkten berührt. Härte: Zur effektiven Prüfung der Härte müssen Sie zunächst alle Beschichtungen auf beiden Seiten des Rings entfernen. Messen Sie mit einem ordnungsgemäß kalibrierten Härteprüfgerät den Ring mit der Gratseite nach oben. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit denen, die in den Härtetabellen auf der Katalogspezifikationsseite für den jeweiligen Ring aufgeführt sind.

Ein Außenaxialring (SH, SHI usw.) kann bei der Montage überdehnt werden. Um dies zu verhindern, verwenden Sie einen Messstift, der 1 % größer ist als der nominale Wellendurchmesser Ihrer Anwendung. Verwenden Sie eine Rotorclip-Sicherungsringzange und eine Schutzbrille, weiten Sie den Ring auf und lassen Sie ihn auf der Lehre los. Stellen Sie den Anschlag der Zange auf diesen Wert ein, während die Zangenspitzen noch in den Ösen stecken.

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